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Feuer in Norddorf…
Andreas Buzalla · · 3 Min. Lesezeit

Ein Schwelbrand im Keller des Norddorfer Hotel Seeblick hat am späten Montag Abend einen Großeinsatz bei der Amrumer Feuerwehr ausgelöst. Bauarbeiter die im Lokal des Vier-Sterne Hotels gerade Bodenarbeiten ausführten, bemerkten die starke Rauchentwicklung und alarmierten sofort die Feuerwehr. Glücklicher Weise steht das Haus wegen umfangreicher Umbauarbeiten im Eingangs- und Restaurantbereich z.Zt. weitgehend leer. Nur einige Ferienwohnungen im gegenüberliegenden Gebäude sind vermietet. Gerüchte, nach denen sich zum Unglückszeitpunkt noch eine Person im Wellnessbereich aufgehalten haben soll, stellten sich glücklicher Weise sehr schnell als falsch heraus.

Wie der 1. Stellvertretende Amtswehrführer des Amtes Föhr-Amrum Klaus-Peter Ottens erklärte ging der Alarm „Feuer 2“ um ca. 20.30 Uhr bei der Leitstelle ein. Alarmiert wurden neben der Norddorfer Feuerwehr, auch gleichzeitig die Nachbarwehr in Nebel. Wenige Minuten später seien die ersten Löschkräfte sowie zwei Rettungswagen am Einsatzort eingetroffen. Die Polizei hatte den Einsatzort weiträumig abgesperrt denn neben dem Hotelpersonal hatten sich auch ca. 30 Schaulustige eingefunden. Wegen der unklaren Situation im Keller und der Notwendigkeit weiterer Atemschutzträger, die auf Amrum seit Jahren knapp sind, wurden anschließend auch die Feuerwehren Süddorf und Wittdün nachalarmiert.

Der Schwelbrand war vermutlich aus noch ungeklärter Ursache im Saunabereich des Hauses ausgebrochen. Nach Hotelangaben ist die Sauna an diesem Tag aber nicht in Betrieb gewesen. In der Folge kam es zu starker Rauchentwicklung, die den Einsatzkräften die Sicht bei der Suche nach dem Brandherd sowie den Löscharbeiten stark erschwerte. Mit Hilfe eines Überdruckgebläses wurde der Qualm aus dem Keller geblasen. Darüber hinaus kam die Wärmebildkamera der Feuerwehr Wittdün zum Einsatz, um den genauen Brandherd im holzvertäfelten Saunabereich lokalisieren zu können. Nach Angaben von Einsatzleiter Andreas Knauer war das Feuer um 22.06 Uhr gelöscht und die Einsatzkräfte aus Nebel, Süddorf und Wittdün konnten abgezogen werden. Aus Sicherheitsgründen wurde bis in die frühen Morgenstunden eine Brandwache durchgeführt. Wie Knauer weiter erklärte wurde zur Sicherung der Löschwasserversorgung neben der Wasserleitung von einem Löschbrunnen am Fleegamwai, eine zweite Leitung zu einem Hydranten am Gemeindehaus gelegt. Dieser befindet sich an der neuen Wasserversorgung, die sich somit gleich als sehr Hilfreich erwiesen hat.

Die genaue Brandursache sowie die genaue Schadenshöhe müssen in den kommenden Tagen durch Sachverständige ermittelt werden. Ob es durch den Brand zu Verzögerungen bei der geplanten Wiedereröffnung des Hotels Anfang Dezember kommt ist noch unklar. Nicole Hesse Geschäftsführerin im Hotel Seeblick erklärte erleichtert, „Ich bin nur froh das keine Personen zu Schaden gekommen sind!“
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