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Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter den Einsatzkräften der Feuerwehren auf Amrum und Föhr
Thomas Oelers · · 4 Min. Lesezeit
Auf der Wehrführerdienstversammlung und der Zusammenkunft der Feuerwehrkameradschaft Föhr-Amrum zog Amtswehrführer Joachim Christiansen für das Einsatzjahr 2012 Bilanz und verzeichnete für beide Inseln ein ereignisreiches Jahr.
„Auf Föhr seien dabei die Feuer im Haus Schöneberg in der Gmelinstraße im Januar, der Schwelbrand im Alkersumer Museum im Februar und der Brand Ende April im Autohaus Oevenum stellvertretend für viele weitere Einsätze zu nennen“, so Christiansen. Auf Amrum hielt eine regelrechte Brandserie die Inselwehren auf Trap. Zudem stellte eine über mehrere Tage andauernde Personensuche im August für die Freiwilligen eine harte psychologische Belastung dar. Ein Massenanfall von Verletzten Kindern bei einem Anlegemanöver eines Ausflugsschiffs arbeiteten alle Einsatz- und Rettungskräfte der Insel kontrolliert ab und stellten die hervorragende Zusammenarbeit unter Beweis. Für ihre Bereitschaft ehrenamtlich für die Sicherheit der Bevölkerung einzutreten dankte Christiansen den Anwesenden.

Betrüblich sei, dass der Deichabschnitt in Oldsum, der erst überarbeitet wurde, als er bei der letzten Begehung Schäden aufwies. Werner Paulsen, neuer Abschnittsleiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) auf Föhr und Nachfolger von Frerk Jensen bestätigte, dass im Bereich der Deichabschnitte zwei und drei nach der Sturmflut Mängel aufgetreten sind. Im Bereich des Schöpfwerkes in Oldsum sind leichte bis schwere Ausspülungen zu verzeichnen“, berichtetet er.

Kreiswehrführer Christian Albertsen warb für die Form der Sammelbestellung im Kreis, um die Funkgeräte anzuschaffen, die den Sprung in das Zeitalter des Digitalfunks ermöglichen werden. Die bisherigen Onlineantragszahlen auf die Beschaffung von sowohl Fahrzeuggebundenen als auch Handsprechfunkgeräten spricht eine klare Sprache für die gemeinsame Beschaffung. Albertsen warb ebenso für die eingerichtete Notfalltelefonnummer zur psychologischen Betreuung von Feuerwehrkameraden im Kreisfeuerwehrverband. Hinter dieser 24 Stunden Rufbereitschaft stehen vier Kameraden mit einer Ausbildung zur psychosozialen Unterstützung (PSU-Peer), die den Kameraden wichtige Unterstützung geben und speziell während und nach Einsätzen helfen, die hohen Anforderungen an die Psyche zu bewältigen. Mit Peter Lückel und Lars Thomas haben gleich zwei Kameraden von Amrum (wir berichteten), diese Ausbildung durchlaufen um das nun vierköpfige Team im Kreis unterstützen. Oldsums Wehrführer Jan Brodersen beförderte Christian Albertsen zum Oberbrandmeister und wünschte ihm eine glückliche Hand.
Als Vorsitzender der Feuerwehrkameradschaft Föhr Amrum gab Gerd Arfsten einen Sachstandsbericht und bedauerte dabei, dass im vergangenen Jahr eine von langer Hand geplante Veranstaltung abgesagt werden musste. Hier hatte die nicht erfolgte Rückmeldung bei rund der Hälfte der Wehren in der Kameradschaft zu einer zu geringen Beteiligung geführt. „Wir werden kein Fest und keine Veranstaltung durchführen können, wenn wir nicht bereits im Vorfeld die entsprechenden Anmeldegelder von den Wehren bekommen“, so Arfsten. Joachim Christiansen, der selbst viele Jahre der Kameradschaft vorstand, nahm den positiven Kassenbericht von Klaus Martin Petersen zum Anlass, die nötige Unterstützung bei der Realisierung eines Festes noch in diesem Jahr zuzusagen. „Wir wollen ja kein Sparverein sein, sondern vornehmlich die Kameradschaft pflegen“, so der Amtswehrführer.
Als Mitglied der Feuerwehrkameradschaft Nordfriesland für Ehrenmitglieder, warb Peter Martinen, der erst kürzlich den Bundesverdienstorden für sein persönliches Engagement erhalten hat, für die Teilnahme an dieser Interessengemeinschaft von ehemaligen Aktiven. Für den Küstenschutz wünschte er sich, dass das Vorland vor den Deichen wieder aktiv bearbeitet wird und somit den Deichen und Küstenlinien Entlastung erfahren lassen könne. Allen Kameraden wünschte er eine glückliche Hand bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben und auf das immer alle Einsatzkräfte heil und gesund nach Hause kommen.
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