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Haftbefehl für mutmaßliche Brandstifterin auf Amrum lässt die Bevölkerung hoffen
Thomas Oelers · · 2 Min. Lesezeit
Am Freitag dieser Woche konnte die Kriminalpolizei Niebüll in einer Pressemitteilung vermelden, dass die Ermittlungsergebnisse zur Brandserie auf der Insel Amrum zu einer Festnahme geführt haben.

Seit Anfang Februar dieses Jahres hielten verschiedene Brände – vornehmlich in der Gemeinde Wittdün – die Feuerwehren der Insel auf Trapp. Ein Kellerbrand in Norddorf trug ebenfalls die aus Wittdün bekannte Machart. Bei den Haus- und Wohnungsbränden konnten die Einsatzkräfte nach der Alarmierung durch ihren schnellen Einsatz verhindern, dass Personenschäden oder gar Menschenleben zu beklagen waren.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben schnell, dass es sich bei sieben der Brände um Brandstiftung handelte (wir berichteten über die Einsätze der Feuerwehren). Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen erhärtete sich nun der Tatverdacht gegen eine 45-jährige Frau von der Insel Amrum. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse beantragte die Staatsanwaltschaft Flensburg beim zuständigen Amtsgericht in Niebüll einen Haftbefehl. Am Donnerstag dieser Woche wurde die Beschuldigte beim Amtsgericht Niebüll vorgeführt. Nach dem Erlass des Haftbefehls wurde die mutmaßliche Brandstifterin in Untersuchungshaft genommen.
Wie angespannt die Stimmung aufgrund der häufigen Brände unter den Insulanern ist, war auf der ganzen Insel zu spüren. Zu den Brandeinsätzen sorgten zudem noch Fehlalarmierungen durch Rauchmelder für weitere Einsätze und Angst unter der Bevölkerung.
„Durch die Ungewissheit, wer vielleicht der Nächste sein könnte, ist uns ein großes Stück der gewohnten Unbedarftheit Amrums verloren gegangen“, berichtet ein Insulaner. Gerüchteweise wurde bereits mehrfach eine Tatverdächtige festgenommen. Solche Meldungen des „Inselfunks“ erwiesen sich bis dato allerdings immer als „Ente“.
„Ich bin heilfroh, dass ich heute die Mitteilung über die Verhaftung aus den Medien vernehmen konnte. Ich kann so viel beruhigter in den Urlaub fahren“, erklärt ein Wittdüner Hausbesitzer seine Erleichterung. Inwieweit auch weitere vermeintliche Brandstiftungen auf Amrum, wie zum Beispiel die an drei Stellen zur gleichen Zeit gezündeten Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus in Wittdün im Jahr 2010, mit dieser Verhaftung Aufklärung erfahren, bleibt bisher noch abzuwarten. Sicherlich werden nicht nur die Opfer die Ergebnisse der weiteren Ermittlungen und Verhöre mit Spannung erwarten.
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