FF Wittdün
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Thomas Oelers · · 3 Min. Lesezeit
Seit dem 28. Oktober ist das Tankloschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wittdun ausser Dienst gestellt. Die Ergebnisse der technischen Untersuchungen an dem 31 Jahre alten Fahrzeug ergaben solch gravierende Mangel, dass es fur Gemeindewehrfuhrer Dietmar Hansen nicht mehr verantwortlich ist, damit einen Einsatz zu fahren. „Wir hatten zwar noch eine Galgenfrist bis zum Wochenende gehabt, doch die festgestellten Mangel an der Bremsanlage, die zu den schon seit Jahren bekannten Problemen an der Karosserie hinzugekommen sind, haben uns bewogen das Fahrzeug nicht mehr einzusetzen. Somit kann die freiwillige Feuerwehr Wittdun den Brandschutz fur die Gemeinde Wittdun nicht mehr leisten“.

Damit bekommt ein schon seit uber sechs Jahren von der Wehrfuhrung angemahntes Thema eine neue Aktenlage. Im Marz 2003 hatte es bereits die Erkenntnis fur die Gemeinde gegeben, dass sich das Tankloschfahrzeug TLF 16/25 nur mit teuren und aufwendigen Reparaturen verkehrstuchtig halten lies. Einen Antrag auf ein neues Tankloschfahrzeug hatte der damalige Gemeindewehrfuhrer Kai-Michael Prellwitz-Paulsen an die Gemeinde gestellt.
Das Fahrzeug stand zwischenzeitlich dann wiederum vor dem Aus und konnte nur mit einem tiefen Griff in die Gemeindekasse repariert werden.
Der erstmalige Antrag der Wehrfuhrung auf Ersatzbeschaffung hatte bis zum Januar 2008 nicht gefruchtet. Burgermeister Jurgen Jungclaus erhielt auf der Jahreshauptversammlung einen erneuten offiziellen Antrag auf die Ersatzbeschaffung fur das vorhandene wasserfuhrende Fahrzeug von Wehrfuhrer Rohlmann uberreicht. Der betonte, dass das zu dem Zeitpunkt 30 Jahre alte Tankloschfahrzeug nicht mehr den technischen und einsatztaktischen Anforderungen entsprechen wurde und zeitnah ersetzt werden musse. Das neue Fahrzeug sei kein feuerrotes Spielmobil, sondern wurde vielmehr nach den Gesichtspunkten des gesamtinsularen Brandschutzkonzeptes ausgesucht. Beantragt wurde dabei ein Loschgruppenfahrzeug 10/6 mit einer Gruppenbesetzung.
Jungclaus versprach den Antrag umgehend in die Gemeindevertretung einzubringen und nach Mitteln und Wegen zur Finanzierung solch eines rund 190.000 Euro teuren Fahrzeuges, das Aussicht auf eine 40-prozentige Forderung hatte, zu suchen.
Die Nachbarwehren stehen in ihrem Bestand nicht viel besser da, als die Wittduner, wurden doch die Fahrzeuge auf Amrum damals ziemlich zeitnah neu beschafft. Den Burgermeistern von Nebel und Norddorf wurden ebenfalls Antragsschreiben auf Ersatzbeschaffung ubergeben.
Ein Finanzierungskonzept fur die Beschaffung von neuen Feuerwehrfahrzeugen auf Amrum wurde bereits im Amrum Ausschuss angeschoben. Nun wird sich zeigen, in, wie weit, sich diese Vorhaben umsetzen lasst. In der kommenden Woche wird eine Wehrfuhrerdienstversammlung abgehalten, bei der auch die dringend erforderliche Ersatzbeschaffung und die vorubergehende Brandschutzsicherung durch die Nachbarwehren auf der Tagesordnung stehen.
Nach der Einsatzubung, die ohne den sogenannten „Tanker“ durchgefuhrt werden musste, zeigten die Kameraden ihr Unverstandnis uber solch eine jahrelange Aussitzhaltung der Gemeindepolitiker in der Nachbesprechung unverblummt. „Die Gewahrung des Brandschutzes ist nun mal Gemeindeaufgabe und auf die mussen sich die Burger und Burgerinnen verlassen konnen mussen. Wir fur unseren Teil geben unsere Freizeit und unsere Gesundheit her, um im Notfall best geschult und trainiert eingreifen zu konnen und gegebenenfalls auch Menschenleben zu retten“, so ein Feuerwehrmann.
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