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FF Wittdün

Es wird nach Lösungen gesucht

Thomas Oelers · · 2 Min. Lesezeit

Wittduns Burgermeister Jurgen Jungclaus musste auf der Wehrfuhrerdienstversammlung der Amrumer Feuerwehren stellvertretend fur die Wittduner Kommunalpolitiker der letzten Jahre eingestehen, dass man bezuglich der Sicherstellung des Brandschutzes in der Gemeinde, sprich der rechtzeitigen Ersatzbeschaffung fur das abgangige Tankloschfahrzeug, versagt habe.

LF

Auf der fur heute eigens einberufenen Sitzung des Gemeindegremiums soll ein Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht werden, der die Anschaffung eines neuen Loschgruppenfahrzeuges vorsieht. Jungclaus betonte dabei nochmals, dass die Rahmenbedingungen dieser Investition aufgrund der angespannten Haushaltlage ausserordentlich schwierig seien und eine ubliche Prufung durch die Kommunalaufsicht erfolgt. Prioritat hatte dabei aber naturlich die Sicherstellung des Brandschutzes der Burger und Gaste im Ort.

Die Wehrfuhrungen der Nachbarwehren Suddorf-Steenodde und Nebel sagten ihre nachbarschaftliche Loschhilfe als Selbstverstandlichkeit zu, betonten dabei aber, dass dies nur eine kurzzeitige Losung sein durfe, um die Hilfsfrist von 10 Minuten sicher zu stellen. Es gibt fur die Insel Amrum ein Brandschutzkonzept, in dem der langfristige Ausfall der einsatztaktischen Grosse der Wittduner Feuerwehr nicht zu verantworten ist.
Nun stehen solch Loschfahrzeuge nicht beim Handler um die Ecke bereit. Erst nach der Bestellung werden die Serienfahrgestelle bei Ausrustungsfirmen weiter bearbeitet und nach den entsprechenden Anforderungen der einzelnen Wehren Aufbauten und Ausstattung angepasst. Hierbei liegen die Wartezeiten bei ein bis eineinhalb Jahren.

Dieser Zeitraum sei deutlich zu lang, um den Brandschutz durch die nachbarschaftliche Loschhilfe sicher zu stellen, waren sich Feuerwehrverantwortliche und Politiker einig. Es solle doch gepruft werden, ob man nicht fur diese Zeit ein entsprechendes Loschfahrzeug leasen konne, oder gar generell uber ein solch eine Ersatzbeschaffungslosung auf Amrum nachdenken solle.

Kommunalpolitiker Ralf Klein hatte hiervon unabhangig entsprechende Unterlagen bereits beschafft und bedauerte gleichzeitig, dass der Wittduner Antrag auf ein neues Loschgruppenfahrzeug aus dem Fruhjahr 2008 im Kreis liegen geblieben sei.

Im vergangenen Jahr hatte ein Fahrzeugausruster ein Vorfuhrfahrzeug auf die Insel geschickt, um den Verantwortlichen die heutigen technischen Moglichkeiten zu demonstrieren. Ob solch ein Vorfuhrfahrzeug vielleicht irgendwo zur Verfugung steht und dann auch noch die entsprechenden Anforderungen des insularen Fahrzeugkonzeptes erfulle bleibe zu prufen.

„Im kommenden Jahr findet die Messe Interschutz in Leipzig statt“, berichtete der stellvertretende Amtswehrfuhrer Klaus-Peter Ottens. „Ich konnte mir vorstellen, dass die Fahrzeugausstatter hierfur extra Fahrzeuge produzieren. Wir sollten die Moglichkeit prufen, ob man nicht an solch ein Fahrzeug kommen konne und so die Beschaffungszeit verkurzt“, so Ottens. Die derzeitige Alarmierungsordnung fur die Amrumer Feuerwehren wurde bereits in der Leitstelle Nord den neuen Wittduner Gegebenheiten angepasst vermeldete Ottens weiter.

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