FF Nebel
Tag der Sicherheit 2009 in Nebel
Thomas Oelers · · 3 Min. Lesezeit

Der Tag der Sicherheit in Nebel wurde auch in diesem Jahr eine durchweg gelungene Veranstaltung mit einem umfangreichen Programm. Die Einsatzkrafte der Feuerwehren, der Polizei und des Rettungsdienstes waren mit verschiedenen Demonstrationen ihrer Arbeit, fur die Offentlichkeit hautnah zu erleben.
Zudem informierte der Feuerloschprufdienst uber seine Arbeit und legte dabei einen weiteren Schwerpunkt auf die Demonstration und Beratung in puncto Rauchmelder. Hierbei konnten sich die Besucher fachkundig uber die kleinen „Lebensretter“ beraten lassen. Vor dem Hintergrund, dass Wohnungen noch in diesem Jahr einer Ausrustungspflicht unterliegen, konnten an diesem Tag wichtige Tipps gegeben werden.
Der „Amrumer Rettungskasper“ sorgte mit Puppentheater-Vorfuhrungen fur spielerische Praventionsarbeit mit hohem Unterhaltungswert bei den Kindern. Die Eltern zeigten sich aber auch als aufmerksame Zuschauer und lobten im Nachhinein den „Amrumer Rettungskasper“.
Die ausgefahrene Feuerwehrleiter der Wittduner Wehr liess erahnen, welchen Mut es erfordert, dort hinaufzusteigen. Diesen Mut und eine gehorige Portion Ehrgeiz bewiesen die unzahligen „Kletter- und Stapelmaxen“ jeglichen Alters und Grosse, die das Angebot der Feuerwehr nutzten und Getrankekiste um Getrankekiste ubereinander stapelten. Erst in schwindelerregender Hohe, verloren sie mit ihrem Turm das Gleichgewicht. Ein Hohenrettungsgerat sicherte dabei die Klettermaxen, sodass sie wieder sicher zu Boden gelassen werden konnten. Die Bestmarke lag in diesem Jahr bei 19 gestapelten Kisten.
Unter den wachsamen Augen der Zuschauer wurde einer schwer verunfallten Person geholfen, die in einem stark deformierten Trabanten eingeklemmt war. Mit Hebekissen, Schere und Spreizer ruckten die Einsatzkrafte der Rennpappe zu Leibe und verwandelten sie in ein Cabrio.

Der Rettungsdienst der Insel demonstrierte mit dem neuen Rettungsfahrzeug, dies wird ab Herbst auf der Insel stationiert sein, wie die nachste Generation der gelandefahigen Fahrzeuge aussehen wird. Eine Gastfamilie konnte aus eigener Erfahrung berichten, wie sich solch ein Fahrzeug von innen aussieht, wenn es gilt, das eigene Kind medizinisch erstversorgen, zu lassen.
Besonders eindrucksvoll war wieder einmal die Demonstration eines Fettbrandes, der nicht wie von der Feuerwehr empfohlen, durch eine Loschdecke oder dem Auflegen eines Kochtopfdeckels erstickt und dadurch geloscht wurde. Stattdessen wurde eine kleine Menge Wasser in das brennende Fett gegossen. Die staunenden Zuschauer erlebten die explosive Ausbreitung des Fettbrandes, bei dem die heimische Kuche garantiert zum Opfer gefallen ware.

Die Kollegin und die Kollegen der Polizeistation Amrum zeigten Burgernahe und informierten unter andrem uber die Auswirkungen durch den Konsum von Suchtmitteln in Verbindung mit der Teilnahme am Strassenverkehr. Polizeihauptmeister Ralf Klein erklarte, dass die Halbwertzeit der Drogen und die damit verbundene Auswirkung auf den menschlichen Korper wesentlich hoher ist, als zum Beispiel beim Alkohol. Dies wird leider immer wieder unterschatzt und somit verharmlost.
Bei traumhaften Wetter und der Versorgung mit Bratwursten, Kuchen und Getranken, verweilten die Besucher auch gerne langer. So hatten die vielen Kinder auch ausreichend Zeit, die Fahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst und der Feuerwehr ausgiebig von innen zu inspizieren.
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